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Veranstaltungsberichte
09.10.2013
VBU Nordrhein Westfalen - Herbstveranstaltung
Schwerpunktthema Boden-Ausgangszustands-Bericht AZB


Die Firma SMS Meer in Mönchengladbach war Gastgeber der Herbstveranstaltung der VBU-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen am 9. Oktober, zu der ihr Vorsitzender Georg Janssen eingeladen hatte. Nach einer Vorstellung des Unternehmens sowie einem interessanten Rundgang durch die Produktionsstätten und frisch gestärkt mit einem kleinen Imbiss standen Rechtsgrundlagen und Umgang zum Thema Bodenausgangszustandsbericht (AZB) im Mittelpunkt. Zunächst erläuterte Rechts-
anwalt Professor Dr. Müggenborg aus Aachen die Entwicklung und Hintergründe, wie es zum AZB mit seiner aus juristischer Sicht „ beweissichernden Funktion“ kam und sonstigen Än-
derungen, die mit der Umsetzung der IED in das deutsche Recht Einzug hielten. Professor Müggenborg wies im Laufe des Vortrags darauf hin, dass aufgrund der Forderung im neuen § 4 a Absatz 4 der 9. BImSchV bei einem Genehmigungsantrag der dann aktuelle Zustand des Bodens zu erfassen ist, und zwar wegen des weit gefassten Anlagenbegriffs auch für den Bereich der Nebeneinrichtungen. Sollte aufgrund einer nicht ausreichenden Datenlage eine Untersuchung erforderlich werden, könnten die Ergebnisse unter bestimmten Um-
ständen schon heute eine Sanierungspflicht auslösen. Über die praktische Durchführung zur Erstellung des AZB berichtete anschließend Dipl.-Hydr. Bakenhus von der Fa. TAUW. Das Unternehmen beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Altlastenuntersuchungen und Boden-
analytik. Wie Professor Müggenborg wies er darauf hin, dass die bisherige Datenlage zu erfassen und analysieren ist. Dabei sollte zuerst betrachtet werden, welche gefährlichen Stoffe in der Anlage eingesetzt werden, im Prozess entstehen können oder als Abfall anfallen und dann zu ermitteln, ob ein Austreten eventuell sicher ausgeschlossen werden kann, z.B. bei pastösen Stoffen. Anhand mehrerer Schaubilder erläuterte er die Vorgehensweise zur Ermittlung der Informationen darüber, ob eine Bodenuntersuchung erforderlich ist. Bei Kontaminationen oder Verdacht darauf werden zusätzlich in Abständen von 5 (Grundwasser) oder 10 Jahren (Boden) Kontrollen erforderlich. Beide Referenten waren sich einig, dass ein stehender, intakter Betonboden nicht durchbohrt (= zerstört) werden sollte.
 
Am Schluss der Veranstaltung wies Georg Janssen noch auf einige Gesetzes- und Ver-
ordnungsvorhaben hin sowie auf eine Veranstaltung zum Thema Energie-Management, die für das erste Halbjahr 2014 vorgesehen ist.